Dramatisches

Nicolas Nowack

wein nachts fest (oder: vom Himmel kommt der brennende Baum)

(Dieser Mono-log ist vom Schauspieler laut vorzutragen in einem monotonen weinerlich-preisenden Tonfall.
Insbesondere die abgesetzten Silben sind deutlich als einzelne Silben zu prononcieren.
Fettgedrucktes ist dagegen mit tiefer Stimme in brutaler und durchaus anzüglicher
Weise zu sprechen.)

Ich sage Euch:

Das Wein-
nachts-fest
schenkt uns die schönste
Nacht aller Nächte.
Es ist die Nacht
des Kindes an der
Kr kr rippe von Bethle-
hem, jenes Kindes, dessen
Geburt der Engel mit den Worten beg-rüßte:
"Siehe,
ich verk verk verk ündige Euch
große Fr fr reude!"
Fr fr reude, tief-in-nerliche
Fr fr reude ist in der Chr chr ist-
nacht
in die He he erzen der Menschen
eingekehr-kehrt; die Eltern sehen
beg-lückt in die strahlenden
Augen ihrer Kinder. Man
schenkt und versch versch henkt
sich selbst
an diesem
Fest der Liebe,
der Fr fr reude
und des Fr fr iedens. Unter
dem immer grünenden Tannenbaum,
den der Glanz der auf ihm
entzündeten
Lichter zum Baum dieses Festes macht, singen
die Menschen mit verk verk lärten Augen jene
Lieder, die von der fr fr rohen Bot-schaft dieser
Nacht
künden.
Diese Nacht
ist auch eine Nacht
des Li li liedes, der Mu-sick.

Über dem Reif und Frost,
über Schnee und Kälte,
über Eis-blumen und Eis-zapfen
singt die Flöte der Hi hi irrten, dröhnen
die Gl gl locken, froh-locken
die himmlischen Heer-scharen, jubilieren die
Eng-gel den Lobgesang der Fr fr reude und des Lebens.

In dem von Weih-nachts-stimmung erfüllten Zimmer singt die
Familie die alten, beseelten Weih-nachts-lieder. Was wäre Weih-nachten ohne
diese Lieder? Sie
haben die ganze erfühlte Stimmung des Weih-nachts-fest-es
eingefangen.
Zur Kr kr rippe rufen sie: Ihr Ki ki inderlein kommet...
und sie pr pr eisen die fr fr röhliche, selige gnadenbr br ringende Weih-nachts-zeit. Sie
verk verk ünden im-mehr wieder die gute, neue Mär, die
vom Himmel kommt. Der brennende Baum be-
zeugt es ihnen, das Licht ist auf-
gegangen, die lange Nacht ist hin.
Sie singen vom Dank: des´ laßt
uns fr fr röhlich sein, daß ein Ros´
entsprungen ist mitten im kalten Winter.
Und zum Schluß beten sie in
jenem in-ni-
Gen-lied, daß das
Lied aller Lieder der
Weih-nachts-zeit gew gew orden ist, die
stille, die heilige
Nacht an. Dann
schenkt der Stern von Beth-le-
hem,
der un-sicht-bar über dem Weih-nachts-baum leuchtet, dieser
Nacht ihr k k östlichstes Klein-nod: den Fr fr ieden auf
Erden. Der
fr fr ische strahlende Klang der jungen Stimmen des
Schleswiger Domchores ist so recht dazu
angetan,
unser Weih-nachts-fest zu versch versch hönen. In
den Sätzen unserer alten Meister er-kli kli klingen
hier unsere schönsten Weihnachtslieder.

(Nach Werbetext der Somerset-Schallplatte "Der Schleswiger Domchor singt Weihnachtslieder")